Rettungshunde

Rettungshundesport

– Sportliche Höchstleistung auf vier Pfoten –

Den Rettungshundesport kann man in einem Satz beschreiben:

Der Hund lernt, seine Such- und Stöberfähigkeiten zielgerichtet einzusetzen, um eine Person zu finden. Das Suchen an sich muss man den meisten Hunden eigentlich nicht beibringen. Jeder kennt die Situation beim alltäglichen Spazieren gehen. Der eigene Hund renn über die Wiese, macht kleine Schläge auf der Suche nach Spielzeug oder Leckerlies. Diese Freude die der Hund hat  kann man wenn man dies in richtige Bahnen lenkt, super nutzen, hierzu bietet der Rettungshundesport viele interessante Ansätze.

Wer jedoch denkt das der Rettungshundesport aus nur „Suchen“ besteht, liegt leider falsch.
Der Rettungshundesport ist nicht nur Anspruchsvoll in der Ausübung der einzelnen Übungen, sondern es wird auch hohe Genauigkeit und Päzision gefordert in der Unterordnung sowie bei der Gerätearbeit (Leiter/Tunnel/Steg/Sprünge…..).

Der Hundeführer muss sich Wissen in Suchtaktiken und Thermik aneignen, Ausdauer , Geduld und Konsequenz beweisen. Gehorsam, Lenkbarkeit auf Distanz sind ebenso einer der vielen Aufgaben die ein Rettungshund bewältigen muss.

Was jedoch das wichtigste bei uns im Team und Training ist, ist das der Hund und der Hundeführer Spaß an der Arbeit haben sollen. Denn erst dann wenn das TEAM gefallen daran hat, bleibt der Erfolg nicht aus, denn dann macht man es gerne.

 

Aber was macht denn eigentlich ein Flächensuchhund:
Der Flächensuchhund ist bei seiner Arbeit nicht angeleint, trägt eine Kenndecke/Geschirr und sucht das Gebiet weitläufig selbstständig ab und verweisen jeden Menschen der sich im Suchgebiet aufhält. Wir bilden 3 unterschiedliche Anzeigeformen aus: Verbeller, Bringsler und Rückverweiser.

 

Rückverweiser und Bringsler im Detail:
Nachdem der Flächensuchhund eine Person gefunden hat, eilt dieser auf direktem Weg zum Hundeführer zurück und zeigt eindeutig an das er jemanden gefunden hat (hier gibt es auch verschiedene Anzeigeformen die individuell auf den Hund abgestimmt werden) . Der Hund führt nun den Hundeführer zur gefundenen Person, was schwieriger ist, da der Hund den Suchweg doppelt laufen muss. Vorteil dieser Arbeit ist natürlich das die gefundene Person nicht durch das laute verbellen des Hundes verängstigt wird, kann jedoch bei falscher Ausbildung viele Fehler mit sich führen.

Beim Bringsler ist der Ablauf identisch mit einem gravierenden Unterschied. Der Hund trägt ein Halsband mit einem kleinen Lederstück oder Beißwurst dran, welches der Hund beim auffinden der vermissten Person selbständig aufnimmt und zum Hundeführer zurück läuft. Dem Hundeführer zeigt dies das der Hund jemanden gefunden hat. Danach zeigt der Hund dem Hundeführer den Weg zur gefundenen Person.

 

Verbeller im Detail:
Im Gegenzug zum Rückverweiser oder Bringsler zeigt der Hund durch lautes Verbellen und verharren in der nähe der Person an. Der Hund muss so lange bellen bis der Hundeführer beim Hund ist, was bis zu mehrere Minuten andauern kann. Der Hund darf die Person weder bedrängen noch verlassen ganz gleich ob die Person versucht weg zu laufen.

 

Geübt wird je nach Ausbildungsstand unterschiedliche Opferbilder. Stehende, liegende, erhöhte, im Wasser liegende …… usw. Opfer. Der Wald sowie der Hundeplatz, Kieswerk oder Trümmergelände gehören zu unseren Trainingsorten.

 

Der Rettungshundesport ist vielfältig und und ausdauernd. Nimmt viel Zeit in Anspruch. Wenn auch du Lust bekommen hast mit deinem Hund sportlich aktiv zu sein und was sinnvolles zu tun, dann melde dich unter Rettungshunde@sv-kehl.de.